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Über eine zweite Gelenkwelle läuft die Kraft an ein aus Fräs- und Gußteilen bestehendes Ritzelgehäuse,das früher zur Bremshydraulik
eines BMW gehörte. Von dort läuft die zweite Sekundärkette (natürlich in Gummischläuchen!) zum Seitenwagenrad. Klar, daß der starre Durchtrieb auf Asphalt nichts zu suchen hat, aber im Schnee oder Lehm goldrichtig
ist. Und tatsächlich: An verschneiten Steigungen klettert das Gespann auch mit Reifen, die ihre besten Tage hinter sich haben, fast wie andere Dreiräder mit einer Kette auf dem Hinterrad. Um auch im tiefen Schnee
genügend Drehmoment aus dem Viertelliter Hubraum am Hinterrad zu haben, liegt in Torstens Giftschrank noch ein speziell angefertigtes Ritzel mit 14Zähnen. Im Alltagsbetrieb jedoch reichen 15 Zähne um guten Antritt
zu garantieren. Darüberhinaus ist sein Gespann eine Fundgrube an pfiffigen Detaillösungen, sofern man Winter und Alltagsbetrieb im Auge hat. Angeschraubte Rahmenunterzüge beinhalten eine vordere elastische
Motoraufhängung, die die hintere Motoraufhängung von einseitigen Kettenzugkräften entlastet. An den Unterzügen hängen auch Beinschilde aus GFK, die kurz vor Grenzöffnung für die MZ ETZ 150 hergestellt wurden. Eine
Bünger-Vorderschwinge, init für Winterbetrieb weich abgestimmten MZ-Dämpfern und Federn, schluckt Löcher und Rillen wie ein fliegender Teppich. Endurolenker und Solositz von der MZ ES 250/1 sorgen in Verbindung mit
dem geändelten BMW R 75/5 Tank für bequemes Sitzen. Gewöhnungsbedürftig ist die vorgesetzte rechte Fußraste, die aus einer K 100-Soziusraste entstand. Der Seitenwagenantrieb erzwang die Verlegung. An die
asymnietrische Beinhaltung hat sich Torsten gewöhnt. Ebenfalls von BMW stammen die Kunststoffschutzbleche und das Rahmenheck der Maschine. In die verlängerte Schwinge paßt bequem ein runderneuerter 4.00 18 Reifen,
der es auf eine fünfstellige Kilometerzahl bringt! Vorne garantiert ein 3.50 18 Reifen, daß die Bremskräfte der MZ-Scheibenbremse auf die Straße gebracht werden.
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