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Die Maschine, die er für die Rennen benutzte, blieb glücklicherweise erhalten und wurde 1981/1982 von F. Bach, Mitautor dieses Buches,
restauriert.
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Eine Super-Sport in Rennausführung am Start zur
Jubiläumsveranstaltung »100 Jahre Motorrad« im Hof der Augustusburg.
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Anfang Mai 1929 begann der Werbefeldzug für die DKW-Luxus-Baureihe, die zunächst aus drei, später aus vier Modellen von
200 bis 500 cm3 bestand. Als erster Typ wurde die Luxus 200 verkauft, die bewährte Technik in Form des Motors ZL 63/64 (wie bei E 200) mit einem neuartigen Fahrgestell in sich vereinte. Dieses Fahrgestel
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Die meisten Exemplare der Luxus 200 hatten einen rot
lackierten Tank und brachten ihnen den Namen »Blutblase« ein. Die zuletzt gefertigten Motorräder dieses Typs wurden mit verchromten Tank geliefert.
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l zeigte zwei für die meisten Folgemodelle charakteristische Merkmale: den Satteltank und einen Preßstahlrahmen, eine Rahmenbauweise, die schon von anderen
Motorradherstellern wie Neander, Wanderer und BMW angewandt wurde und sich technologisch gut für die Herstellung großer Serien eignete. Die notwendige Festigkeit
erhielten die Prägeteile durch die gewählte Querschnittsform, die analog auch für die Vordergabel verwendet wurde. Antriebsseitig konnte wie schon beim Vorgängermodell
zwischen Keilriemen und Kette gewählt werden. Letztere schlug mit einem Aufpreis von 20 RM zum Grundpreis von 71
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Welcher leiden- schaftliche Motorradfahrer konnte
schon so einem Angebot widerstehen, wenn er das Geld dazu hatte ?
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5 RM zu Buche. Der schon erwähnte, für die Luxus-Modelle typische Satteltank war bei der 200er rot lackiert,
was der Maschine im Volksmund den Beinamen »Blutblase« verschaffte. Mit eben solch einer »Blutblase« fuhr der spätere DKW-Werksfahrer Siegfried Wünsche 1933 seine ersten
Rennen. Beim Bergrennen in Hohnstein (Sächs. Schweiz) erreichte er den dritten Platz und in Marienberg einen fünften.
Um mit dem Motorrad überhaupt Rennen fahren zu können, hatte er sich die Maschine bei Meister Siemang in Dresden »johlixen« lassen. Darun
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Merkblatt Nr. 18, herausgegeben vom Werk, zum
Herrichteneiner Serienmaschine zu Rennzwecken.
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ter ist ein spezielles Verfahren zum Frisieren von Zweitaktmotoren zu verstehen, das in
der Kürzung des Kolbenhemds an der Einlaßseite besteht. Der selbständige Kfz-Meister Johannes Siemang war damals das, was nach dem Krieg Mantzel für die DKW-Wagen und Melkus für die IFA-Zweitakter waren.
Beim Modell Luxus 300 hat man ebenfalls auf bewährte Technik zurückgegriffen und diese sinnvoll
mit dem neuen Fahrgestell in Preßstahlbauweise vereint. Für den Antrieb wurde der Motor der E 300 etwas modifiziert und im gleichen Prinzip mit getrenntem Getriebe eingebaut. Die Einbaulage
war etwas verändert, so daß der Zylinder parallel zur vorderen Rahm
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Meister Siemang machte in Dresden auch ganz schlichte
Serienmaschinen rennfähig. Siegfried Wünsche fuhr seine ersten Rennen auf einer von Siemang hergerichteten »Blutblase«.
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enstrebe stand - also etwas nach vorn geneigt -, was dem Motorrad ein gefälligeres Ansehen verlieh. Außer ganz in Schwarz wurde die 300er
standardmäßig auch mit rotem Tank geliefert. Auf besonderen Wunsch der Kunden konnten auch Tanklackierungen in anderen Farben geliefert werden. Die ansonsten technisch gleiche, aber hubraumkleinere
Schwester Luxus Spezial 200 wurde meist mit einem Tank geliefert, dessen Seitenspiegel und Oberseite elfenbeinfarben lackiert waren.
Da sich offensichtlich die Kundenwünsche nach andersfarbigen
Lackierungen häuften, wies das Werk seine Händler im Rundschreiben vom 12. April 1930 darauf hin, die K
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Eine Luxus 300, die später mit dem Auto Union-
Emblem verziert worden ist.
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unden im Interesse einer rationellen Fließfertigung auf die Standardfarben zu orientieren. Der Wunsch nach einem
blauen Tank z. B. für die Luxus-Modelle stellte das Werk nicht vor ein Problem, die Rahmen aber seien nur in schwarz lieferbar. Für die Sonderlackierung eines Tanks war ein Aufpreis von
6 RM fällig. Auch eine Vernickelung des Tanks war auf Wunsch möglich. Für die 838 RM, die die Luxus 300 1929 kostete, erhielt man eine Masch
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DKW-Werbung einer Dresdner Werkstatt. Die
Luxus 300 ist in fast natürlicher Größe auf das Rollo der Werkstatt gemalt worden.
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ine mit 8 PS, die für ca. 85 km/h gut war. Die Luxus Spezial 200 erreichte mit 4,5 PS 75 km/h.
Ein mit der Geschichte der Luxus-Baureihe eng verknüpftes motorsportliches Ereignis war die am 7. April 1930 um 15 Uhr auf dem Nürburgring gestartete
»144-Stunden-Prüfungsfahrt für Serienmotorräder«, die unter der Regie des ADAC lief. Um den Motorradinteressenten einen Vergleich zwischen den verschiedenen
Fabrikaten zu ermöglichen, hatten Vertreter des ADAC 43 Motorräder aus Fabriklagern und Vertretungen der Firmen Ardie, BSA, DKW,
Deutsche Industrie- Werke, FN, Hecker, Horex, Imperia, NSU, Peugeot, Standard, Tornax, Triumph, Victoria und Zün-dapp ausgewählt und für die Prüfungsfahrt Fahrer fü
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Eine L 300, fotografiert in den fünfziger Jahren bei einer
Veranstaltung des sowjetischen Staatszirkus. Die Maschine war eine Lizenzfertigung der Leningrader Promet-Werke.
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r die Maschinen von den Herstellern angefordert.
DKW setzte eine aus je drei Fahrern bestehende Mannschaft auf Luxus Spezial 200 und eine auf Luxus 300 sowie einen Einzelfahrer auf Luxus 500
ein. Die Fahrer eines Fabrikates durften sich untereinander auf den verschiedenen Maschinen ablösen. Die Zschopauer hatten so bekannte Leute wie Hans Winkler, Toni Bauhofer und Herbert Kirchberg im Aufgebot. Und
dennoch kam es zur Panne. Infolge eines Fehlers bei der Aufbereitung des Kraftstoff gern isches war das Benzin-Benzol-Gemisch mit zuviel Castrol-ÖI
gefettet worden. Das verursachte einen überaus starken Ölkohleansatz in den Motoren, der di
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Nächtliche Pause während der 144-Stunden- Prüfungsfahrt für
Serienmaschinen auf dem Nürburgring 1930.
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e Kühlung behinderte und Kolbenklemmer zur Folge hatte. Zwei der 200er Maschinen mußten aus diesem Grund aus dem
Wettbewerb genommen werden. Als man nach dem sofortigem Abziehen der Zylinder die Ursache erkannte, wechselte Winkler bei seiner Maschine mit der Startnummer 12 in 19 Minuten den Kolben und konnte, mit einigen Strafpunkten
belastet, die Fahrt zu Ende führen. Für die 300er Maschinen reichte ein Betanken mit frischer Mischung zur Beseitigung der Schwierigkeiten. Alle drei erreichten das
Ziel am 13. April strafpunktfrei, was mit der großen Goldmedaille belohnt wurde und für den hohen Gebrauchswert der Maschinen sprach. |