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Grand Canyon |
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1.Tag 4:00 Aufstehen
12:15 (Ortszeit San Francisco = pacific time = -9 Stunden zu Deutschland) Ankunft
2.Tag Ganze Nacht fast nicht geschlafen. Jet Lag? 8:00 Aufstehen Auf dem Zimmer einen "Espresso" aus dem Teebeutel. Frühstück in einem Coffee and Bagel Laden stadtauswärts auf der Market Street. Bagel mit Cream Cheese (Frischkäse) ist gut. Kaffee geniessbar. Einkaufen (Wasser und Süssigkeiten) auch dort in der Nähe. Anschließend zu Fuß die Market Street hoch bis zur Cable Car Endstation der blauen Linie. Tagesticket öffentliche Verkehrsmittel für 9$. Mit Cable Car (15min Anstehen) bis kurz vor Fishermans Wharf. Rundgang Fishermans Wharf, Pier 39, Seelöwen bewundert (machen Lärm und stinken). Zu Fuss zu einer anderen Cable Car End-Station. Dort war die Schlange aber viel zu lang. Deshalb mit dem Bus ein Paar Blocks Richtung Cable Car Museum. Zu Fuss durch China-Town (Stockton Street, hier kaufen die Chinesen ein. Besonders die Auslagen der Fleischereien und Fisch-Läden sind recht exotisch.
Einkäufe ins Hotel gebracht. Jetzt mit dem Bus ins Finanzviertel, Hochhäuser angucken. Sehr witzig der Gegensatz der Cable-Cars zu den Wolkenkratzern. Mit dem Cable Car bis zur Endhaltestelle. Dort im Starbucks einen Kaffee getrunken. Sollen DIE Kaffee-Experten sein, dafür war die Qualität eher wie normaler Filterkaffee. Mit dem Cable Car zurück. Bei Nob-Hill ausgestiegen. Nochmal nach China-Town, jetzt Grant Street. Dort in einem Kite-Shop einen Einleiner gekauft.
Wieder mit dem Cable Car zurück ins Finanzviertel. Abendessen bei Mc D. Mit Bus und Strassenbahn zum Hotel. Zum Abschluss noch ein bisschen mit dem Auto über die Strassen von San Francisco gefahren. Die sind zumTeil echt steil. Durch Zufall finden wir die Strasse zum Coit-Tower. Tolle Aussicht über die nächtliche Stadt. Mit dem Auto zurück zum Hotel, dabei kommen wir auch noch über die Lombard Str. 3.Tag Wieder kaum geschlafen. Kurz vor 7 aufgestanden. 8:00 Abfahrt. Frühstück (wieder Bagles mit Cream Cheese) im Auto während der Fahrt. Erst schöne Gebirgslandschaft, riesige Wälder dann ab Reno wird die Landschaft immer karger. Irgendwann ist es ein quasi wüstenähnliches Hochplateau. Man befindet sich immer auf deutlich mehr als 1000 m Höhe. Scheinbar wird diese Gegend Nevada's Outback genannt.
4.Tag Bisschen besser geschlafen, aber seit 5 Uhr wach. Erstes Continental Breakfast. Wenn man es als kostenlose Dreingabe zur Übernachtung betrachtet, ist es akzeptabel gewesen. Abfahrt ca. 8:15.
Wir entscheiden uns dafür, nicht die Interstate über Pocatello zu nehmen, sondern eine Strasse, die uns an dem Nationalpark Craters of the moon vorbeiführt.
Um 16:00 kommen wir in West Yellowstone an und beziehen ein Zimmer im Best Western Hotel. Sofort gehts weiter durch den Westeingang in den Yellowstone. Schon bald sehen wir Büffel und Waipiti-Hirsche, die im Amerikanischen Elks genannt werden.Wir sehen uns Schlammgeysire, Old Faithfull usw. an.
5.Tag Früh Aufstehen. Wir sind um 8:00 im Park. Schon kurz hinterdem West-Eingang das erste Highlight: Eine Büffelherde durchquert einen Fluß und die Strasse. Wir wollen eigentlich erst Richtung Old Faithful.
6.Tag Früh aufstehen. Abfahrt nach Salt Lake City. Wir fahren durch den Yellowstone Park bis zum Süd-Eingang. Kurz nach dem Eingang wieder eine Autoansammlung an der Büffelfurt. Diesmal sind es aber zwei Weisskopf-Seeadler, die verständlicherweise vor allem die Amerikaner begeistern. Dann durch den Grand Teton Nationalpark. Viel schönes Bergpanorama. Zwischenstopp in Jackson. Jackson ist ein auf Westernstadt getrimmtes Touristenstädtchen (hat aber wohl keine Wild-West Vergangenheit) und muss man nicht unbedingt gesehen haben. Ich erstehe für 14 Bucks einen Hut (40 % reduziert). Weiter gehts durch Farmland und relativ grüne Landschaft nach Salt Lake City.
7.Tag Das "Frühstück" besteht aus Kaffee, Orangensaft (Wasser im Konzentrat vergessen?) und drei Sorten Kuchen. Wir nehmen die Interstate und kommen gut voran. Die letzten Meilen nehmen wir den Highway. Da in fast jedem Kaff Antigues angeboten werden, werden wir neugierig und halten an einem der Läden an. Der Inhaber erhebt sich angesichts der potenziellen "Opfer" aus seiner Hängematte und erläutert uns freundlich seine Schätze. Es sind auch wirklich interessante Dinge dabei, aber meiner Meinung nach alles viel zu teuer. Um 14:00 kommen wir am Hotel Ruby's Inn (Best Western) an und bekommen auch ein Zimmer für stolze 108 Dollar. Das Hotel ist aber auch wirklich schön. Rustikal, aber nicht kitschig.
8.Tag Nach einem Sandwich im Fast Food Laden machen wir noch eine kleine Tour durch den Canyon. Anschließend fahren wir noch ein Stück weiter in den Park zu weiteren View-Points. Wir machen uns auf den Weg nach Page, um morgen den Antilope Canyon zu besuchen. Auf einer detailierteren Straßenkarte finden wir eine Nebenstrecke, die an einigen sehenswerten Punkten vorbeiführt und deutlich kürzer ist.
Nach 1 1/2 Stunden sind wir wieder auf dem Highway. Wir erreichen nach kurzer Zeit einen View Point, der einen grandiosen Blick auf den südlichen Teil des Lake Powell bietet.Einzig der Wind, besser gesagt Sturm, der uns bereits seit Yellowstone begleitet, stört.
9.Tag Nach dem für amerikanische Verhältnisse ausgezeichnetem Continental Breakfast fahren wir zum Antilope Canyon. Der Canyon steht unter Verwaltung der Navajo Nation. Am Eingang versuchte uns eine ausgesprochen geduldige Navajo das etwas komplizierte Entgeltsystem für die beiden Canyons (upper und lower) zu erläutern. Nach dem dritten Versuch haben wir es halbwegs verstanden. Zuerst zahlt man 6$ am Parkplatz für den Upper Canyon. Wenn man diese Quittung am Lower Canyon vorzeigt, zahlt man statt 18,50 $ nur 12,50 $. Der Upper Canyon kostet dann nochmal 15$. Also 33,50 $. Ein stolzer Preis, aber es lohnt sich. Der Reiseführer empfiehlt, den lower morgens zu besuchen, da das Licht dann besser wirkt. Also fahren wir erst dorthin. Ein Guide bringt uns zum Einstieg. Eine sehr schmale flache Spalte im Felsboden, die tiefer wird aber sehr schmal bleibt. Man hat erstmal Zweifel, dass man dort durch passt. Bei einer Tiefe von ca. 1m kommt die erste Treppe und man verschwindet in der engen Spalte. Das Innere zu beschreiben ist äußerst schwierig. Durch viel schnell fließendes Wasser sind gewundene Gänge und Formen im roten Fels entstanden, die im morgendlichen Licht wirklich toll aussehen. Man geht immer tiefer in den Canyon hinein. Mehrere Treppen führen immer tiefer. An einigen Stellen ist es am Boden so schmal, dass man nicht mal einen Fuß aufsetzen kann. Hier muss man sich regelrecht durch die Kurven hindurchzwängen. Alle paar Meter findet man ein neues Fotomotiv. Wir benötigen bis zum Ende ca. 45 min. Hier wurden Stahltreppen installiert, nachdem 1987 11 Menschen im Canyon in einer plötzlichen Flutwelle ertrunken sind, so dass man nun auch unten aus dem Canyon rauskommt. Zum Glück sind ausser uns nur eine Handvoll Leute im Canyon unterwegs, so dass wir den gleichen Weg zurück nehmen können. Dieser Canyon ist wegen der Kombination von bizarren Felsformationen und entsprechender Beleuchtung mit der abenteuerlichen Klettertour ein unvergeßliches Erlebnis.
Alles in allem ein echtes Highlight unserer Tour. Wir kaufen noch ein wenig ein und fahren weiter zum Grand Canyon. Auf dem Weg sehen wir uns noch Dinosaurier Spuren an. Ein Navajo empfängt uns und erklärt, dass es nichts koste, sondern er nur einen Tip erwarte. Ein zweiter Navajo führt uns über das Felsplateau und zegt uns die interressantesten Spuren. Ausserdem sehen wir versteinerte Dinosaurier-"Kacke". Dieses deutsche Wort hat Alvin parart. Er drückt jedem von uns ein kleines Stück als Souvenir in die Hand. Ausserdem ist noch ein Ei und eine Veloceraptor Kralle zu sehen. Wir verabschieden uns von den beiden mit einem Tip und fahren weiter.
10.Tag Ich bin wieder früh (6:00) wach und so sind wir heute auch zeitig fertig. Das Breakfast ist im Roadway Inn Red Feather Lodge very continental.
Es gibt nur Kuchen etwas Kaffeeähliches, O-Saft und Joghurt (natürlich mit Hotline-Nummer). Wir gehen nach nebenan in ein Lokal wie man
es in amerikanischen Filmen kennt, mit Plätzen am Tresen und "Zugabteil"-Tischen. Für meinen Geschmack richt es zu extrem nach heißem
(angebrannten?) Fett und ich brauche nur noch einen Kaffee. Auf der Speisekarte gab es nichts, was meinen Frühstücksgewohnheiten auch
nur entfernt nahe kommt. Mich wundert es immer weniger, dass es so viele wirklich extrem dicke Amerikaner gibt. Harald will heute den Grand Canyon bis zum Colorado hinabsteigen (und wieder hinauf). Es wird zwar überall davor gewarnt, diese Tour an einem Tag zu machen, aber er traut sich das zu.
Ich bin bereits eine Stunde vor der verabredeten Zeit am Treffpunkt und vertreibe mir die Zeit. Um zehn nach Acht taucht Harald wieder auf, abgekämpft aber zufrieden, dass er es geschafft hat. Die 11,5 Stunden sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen, er sieht ziemlich mitgenommen aus. Zurück im Hotel fällt er nach einem Bad ins Bett und schläft ein. 11.Tag Fahrt nach Las Vegas mit einem kleinen Abstecher zu einem samstäglichem Rodeo. Wir bekommen im Circus Circus ein Zimmer zu einem akzeptablen Preis. Es ist ziemlich heiß, über 40° C. Um 16:00 machen wir uns auf den Weg zum "Strip". Das Circus Circus liegt ganz am Ende. Das erste Themenhotel das wir erreichen ist Treasure Island. Die Piratenshow läuft ab 18:00 alle 90 min. Wir sehen uns das Venetian, Caesars Palace, Bellagio, MGM und ... an. Die Wasserspiele vor dem Bellagio sind sehenswert, die Atlantis-Untergangs-Attraktion im Caesaes Palace ist nett, muss man aber nicht gesehen haben. Ich verspiele an Slotmachines mein eingestecktes Geld. Jedes Hotel ist im Grunde eine Stadt für sich. Jede Menge Shops, Restaurants und natürlich Spielautomaten u. -tische gibts in jedem Hotel. Man gibt sich alle Mühe, die Leute im Haus zu behalten. Das geht soweit, dass es einem nicht leicht gemacht wird, einen Ausgang zu finden. Wenn man spielt, bekommt man kostenlose Getränke. Um 2:45 sind wir wieder im Hotel. Schlafen kann ich überhaupt nicht. Die Klimaanlagen rundherum machen ein Mordsgetöse. 12.Tag Wir fahren nochmal mit dem Auto den Strip lang. Im Alladin suchen wir uns einen Parkplatz. Hier ist alles auf 1001 Nacht getrimmt. Wir frühstücken hier recht gut und machen uns auf den Weg zum Sequoia Nationalpark. In Visalia suchen wir uns ein Zimmer. Abendessen in einem Tacco Bell. Die Klimaanlage ist hier so weit runtergedreht, dass man vor Zittern kaum essen kann. Insgesamt erstaunt mich immer wieder der völlig sorglose Umgang mit Energie. 13. Tag Heute gut geschlafen, ich werde erst um 8:00 wach. Wir fahren in den Park. Am ersten Visitor Center erkundigen wir uns nach den Führungen durch die Crystal Grove. Wir bekommen für 12:30 Eintrittskarten (10$ pro Person). Die Fahrt auf das Hochplateau ist ein bisschen wie eine Passstrasse in den Alpen. Wir kommen nach einem 15 minütigen Fußmarsch vom Parkplatz aus zeitig an der Tropsteinhöhle an und können deshalb schon an der 12:00 Führung teilnehmen. Es geht mit einem kompetenten Führer durch die recht schöne Höhle. Anscheßend fahren wir zum Moro Rock. Das ist ein wirklich spektakulärer Aussichtspunkt. 300 Fuss Höhenunterschied und 400 Stufen. Nichts für Leute mit starker Höhenangst.
14. Tag Frühstück bei Mc Donald. Das muss man aber nicht nicht öfters haben. Ein Gummi-Bagel, Cream-Cheese, Kaffee und O-Saft. Wir fahren in den Yosemite-Park. Von Oakhurst fährt man etwa 1 Stunde bis ins "Village". Erster Wasserfall, lt. Parkinfo mehr als 600 Fuß hoch. Weiter bis zum Trailhead-Parkplatz. Hier kann man verschiedene Trails gehen. Die meisten Besucher gehen nur bis zur Brücke, von dort kann man das erste Mal den unteren Wasserfall sehen. Es geht auf dem Mist-Trail weiter. Nach einem weiterrn recht steilen Stück fangen die Treppenstufen an, die neben dem Wasserfall nach oben führen. Die Gischt zieht genau über den Weg, so dass mann ordentlich nass wird. Die Stufen sind Natursteine, wenig behauen und sehr unterschiedlich. Der Aufstieg ist recht beschwerlich. Oben angekommen machen wir eine längere Rast. Dann gehts weiter am Emerald Pool und einer langen "Wasserrutsche" vorbei. Die Benutzung dürfte der Gesundheit abträglich sein. Wir beschließen, nicht bis zu den Nevada Falls weiterzugegen, sondern den etwas längeren Weg zurück. Es geht erstmal weiter aufwärts, dabei hat man noch einige sehr schöne Ausblicke auf die Nevada Falls und auf den Halfdome. Der Abstieg ist wenig spektakulär.
Wir essen noch im Village und machen uns um ca. 19:00 auf den Weg Richtung San Francisco. Wir beschließen, durchzufahren. Um 22:00 sind wir am gleichen Hotel wie zu Anfang der Reise. 15. Tag Wir verbringen den Tag in San Francisco mit Cable Car fahren einem Museumsbesuch und Sightseeing. 16. Tag Rückflug. Diesmal wegen Rückenwind nur 9 Stunden.
Meine Eindrücke: Die Menschen sind sehr freundlich. Dieser höfliche Umgang miteinander hat mich sehr beeindruckt. Das Wetter war die kompletten zwei Wochen über fantastisch. Im Grunde ausschließlich Sonnenschein und blauer Himmel ohne Bewölkung. Allerdings ist es ziemlich heiß (In Las Vegas waren es deutlich über 40 Grad Celsius). Eine Kopfbedeckung ist deshalb unbedingt empfehlenswert. Ausser im Seqouia und Yosemite Park gibt es kaum Schatten. Einen tiefen Eindruck hat auf mich der (sicher subjektive) Eindruck von weit verbreiteter Armut in den ländlichen und vor allem in den kargen Gebieten von Nevada und Arizona gemacht. Weite Landstriche sind hier äußerst unwirtlich und es wächst außer irgendwelchen bodendeckenden Hartlaub-Gewächsen schlicht und ergreifend nichts. Über Hunderte von Meilen kein Baum und kein Strauch. Farmen die man hier sieht, entsprechen in keinster Weise der Vorstellung die ich mir gemachts habe (so schmucke Farmhäuser wie z.B. bei den Waltons). Häufig leben die Menschen in kleinen Mobilheimen oder in winzigen Holzhäuschen. Ein weitere sicher sehr subjektiver Eindruck ist, dass technischen Grundfertigkeiten offensichtlich nicht weit verbreitet sind. Fensterbeschläge z.B, auch in nicht superbilligen Hotels machen häufig den Eindruck, sie seien von technischen Laien konstruiert und gefertigt. Waschtischarmaturen erfordern eine zum Teil recht abenteuerliche Bedienung. Völlig irre ist die Energieverschwendung, die man allerorten anftrifft. Dass Klimaanlagen bei den hohen Temperaturen notwendig sind, kann ich einsehen. Aber egal in welches Hotel man kommt, die Klimaanlage im Zimmer läuft bereits auf Hochtouren, offensichtlich auch bei allen unbelegten Zimmern. Eismaschinen stehen in jedem Hotel und es wird davon intensiv Gebrauch gemacht. Auf dem Land fährt man einen Pickup, und zwar je größer desto besser. Alles in allem war dies eine sehr beeindruckende Reise, aber ich würde dort nicht leben wollen. Da bin ich doch lieber ein alter Europäer.
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